Rheinwaldhorn (3402m)

Der höchste Gipfel im Tessin


Karte Swisstopo


Anfahrt Chur - Ilanz - Vals - Staumauer Zervreilasee


Ausgangspunkt Parkplatz Zervreila (1840m)


Hüttenzustieg Vom Parkplatz beim Restaurant Zervreila folgen wir dem Weg hinauf zum Chappeli auf 1984m und zunächst hoch über dem See weiter, dann hinunter zur Canalbrücke (1865m) und über diese auf die andere Seite. Dem Valser Rhein entlang geht es fast flach zur Brücke bei Ochsastafel (1885m). Bei guten Bedingungen können wir auf der linken Seite bleiben und gelangen am Ende einen steilen Hang aufwärts querend die Hängebrücke, wo ma ansonsten wieder von der anderen Seite (mit einem kleinen Umweg) zurück kommt. Nun flacht der Talboden ab und es zieht sich bis wir schliesslich in einem Blockfeld die Läntahütte auf 2089m erreichen. 3Std. 400hm


Das Zervreilerhorn begleitet uns auf dem ersten Teil des Hüttenzustiegs
Das Zervreilerhorn mit dem gleichnamigen Stausee

Von der Hütte bleiben wir jetzt auf de rechten Talseite und steigen in einer guten Stunde bis vor den Talschluss. Wir drehen nach links unter den Hang, von dem unterhalb der Felsen eine steile Rampe (stellenweise bis knapp 40 Grad) nach Südwesten hinaufführt. Am oberen Ende steigen wir in Falllinie weiter in einen Kessel, über eine weitere Steilstufe und gelangen dann auf den Rest des einst mächtigen Gletschers. Am linken Rand hinauf bis unter die Gipfelpyramide. Wenn diese abgeblasen ist können wir unterhalb unser Skidepot anlegen und in Richtung Nordwestgrat und am Ende über diesen aufsteigen zum Gipfel des Rheinwaldhorns (3402m).


Abfahrt wie Aufstieg


Aufstiegszeit 4 - 41/2Std. 1300hm


Das Tal zieht sich, erst ganz am Schluss steilt es auf
Die Rampe, die hinauf zum Gletscher führt

Und dann der Rückweg Aufgrund der Wettervorhersage sind wir an einem Tag vom Ausgangspunkt bis zum Gipfel und zurück auf die Hütte. Wir sind müde, als wir ankommen, aber die ganze Aktion hat auch ihre Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind: Am Abend können wir uns gemütlich eine Flasche Wein reinorgeln und den Kater am Morgen dann einfach und mit gutem Gewissen wegschlafen. Wir müssen nicht früh raus, aber irgendwann zieht es uns doch vor die Tür und so kämpfen wir gegen Schneetreiben und Wind an und machen uns auf den Rückweg. Der Abstieg dauert gleich lange wie der Hinweg, ein Gegenanstieg und kaum Abfahrt, eine Hängebrücke und technische Probleme lassen uns erst am späten Vormittag die Staumauer am Zerfreiler See erreichen. Zwei Tage waren wir unterwegs und mit Ausnahme bei der Läntahütte sind wir niemandem begegnet.


Es stürmt, als wir am Morgen die Hütte verlassen
Um den abschöüssigen Hang im Rückweg zu umgehen, wechseln wir an der Hängebrücke die Seite und steigen über den Alpweg ab

fotos 28|3|2026 © petermense | anitaleitmayr | michaeldellantonio