Großbritannien

GROSSBRITANNIEN
quer durch - reif für die Insel


Fort Williams
Am höchsten Berg des United Kingdoms


Weniger das kleine Städtchen - übrigens die Bergsteigermetropole Großbritanniens - ist interessant, als vielmehr der nahegelegene Ben Nevis, mit 1343m höchster Berg des gesamten Königreichs. Dieser Umstand bedingt natürlich eine große Zahl an Besuchern und bei Schönwetter kann es am Aufstiegsweg schon mal zu kleineren Staus kommen. Am Gipfel eröffnet sich dann aber dafür eine traumhafte Aussicht: Im Osten die schottischen Highlands, nach Westen Fjorde, die weit ins Landesinnere reichen.

Tourenbeschreibung Ben Nevis


Nach Westen führt von Fort Williams die gut ausgebaute Road to the Isles, eine malerische Straße. Vorbei am Glenfinnan Viaduct, einer Eisenbahnbrücke, an der Szenen für die Harry Potter Filme gedreht wurden, erreicht man die so genannten ‚Silver Sands of Morar‘, weiße Sandstrände, die einen Hauch von Karibik in die ansonsten eher karge Landschaft bringen.




Inverness
& Loch Ness


Es wird wohl niemand durch Schottland reisen, ohne Loch Ness einen Besuch abzustatten. Guter Ausgangspunkt dafür ist Inverness, welche nördlich des Sees am Moray Firth liegt. Am See führen an beiden Ufern relativ gut ausgebaute Straßen entlang. Ein Stop am Urquhart Castle an der Westküste des Sees zahlt sich auch ohne Besichtigung der Burg aus, man hat einen fantistischen Blick auf den See.
...und überall Nessie: Postkarten, Bücher, Stofftiere... das meiste ist kitschig und langweilig, aber manche "Souveniers" sind wirklich gut.




Glasgow
& Loch Lomond
 
Glasgow, die wirtschaftliche Hauptsstadt Schottlands, zeigt sich mit einer modernen Skyline, sehenswert ist vor allem die Millenium Bridge und das Clyde Auditorium in der Nähe des Science-Center am Südwestrand der Stadt.
Ein paar Kilometer nordwestlich von Manchester beginnt der Loch Lomond Nationalpark, welcher das Gebiet um den gleichnamigen See einschließt.




Edinburgh
Edinburgh ist das politische Zentrum Schottlands. Sehenswert ist schon die Anreise von Norden über eine der großen Brücken, welche über den Firth of Forth führen. In der Stadt selber wird man nicht darum herumkommen, der Burg, welche mitten in der Stadt auf einem Felsen vulkanischen Ursprungs steht, einen Besuch abzustatten. Wenn man schon in der Gegend ist, lohnt es sich, im Museum „Camera Obscura“ vorbeizuschauen, welches sich auf optische Täuschungen konzentriert. Außerdem bietet sich von der Dachterrasse des Museums ein toller Ausblick über die Stadt. Interessant ist auch ein Spaziergang durch die East Princess Street Gardens, welche in einer Mulde im Zentrum der Stadt liegen.




Holy Island
eine andere Welt


Wie in einer anderen Welt fühlt man sich auf Holy Island, einer Insel vor der englischen Ostküste gut 100km südlich von Edingburgh, welche nur bei Ebbe erreichbar ist. Auf der Insel selbst gibt es die Ruine eines Klosters und eine Burg, erbaut auf einem markanten Felsen, zu sehen. Interessant sind auch die Hütten, welche unter umgedrehten Bootsrümpfen errichtet wurden.




Manchester
Hauptstadt des Nordens


Manchester ist eine moderne Metropole, deren Einwohner sie gerne als "Hauptstadt des Nordens" bezeichnen. Von einer der Jugendherbergen im Zentrum sind die meisten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichbar.
Zu empfehlen ist unter anderem die Central Library und das Technische Museum, in dem man jede Menge verblüffende "Experimente" selbst durchführen kann.




Lake District
englisches Grün


Einer der großen Englischen Nationalparks liegt ca. zwei Fahrstunden nördlich von Manchester an der Westküste Englands. Hier befindet sich der Skafell Pike, mit 977 Metern der höchste Berg Englands. Das Gebirge wirkt trotz seiner geringen Höhe sehr alpin, das Wetter wird vor allem durch das nahegelegene Meer beeinflusst, eine hohe Luftfeuchtigkeit und viel Niederschalg sind bezeichnend. Obwohl die höher gelegenen Bereiche nicht bewirtschaftet werden, trifft man überall auf Schafe, welche auf den Hochalmen weiden. Die Tal-Niederungen wiederum sind geprägt von großen Seen, an denen die wichtigsten Ortschaften liegen: Keswick, Ambleside und Windemere.
Der Lake District Nationalpark eignet sich hervorragend für ausgedehnte Wanderungen.


Tourenbeschreibung Lake District Durchquerung




Stonhenge
Alte Steine

Auch wenn man ihn schon auf hunderten von Bildern gesehen hat, ist es trotzdem ein Erlebnis, den wohl bekanntesten Steinkreis der Welt in echt zu sehen. Wer die alten Steinchen von Stonehenge nicht nur durch einen Maschendrahtzaun sehen will und bereit ist, den nicht ganz billigen Eintritt zu bezahlen, erhält einen penibel genauen und ziemlich stressigen Audioführer, der einen durch die Anlage jagt. Es tut gut, hin und wieder den Kopfhörer rauszunehmen und gemütlich den Steinen entlang zu spazieren, oder sich -die Menschenmassen beobachtend- in die Wiese zu legen.




Cornwall
Kampf der Elemente

Am südwestlichsten Punkt Englands treffen die Elemente aufeinander. Wilde Natur als geniale Kulisse, nicht nur fürs Minack Theatre, einem Freilichttheater, welches in die Felsen der Steilküste Cornwalls gehauen wurde. Wer auch gerne mal ins kalte Wasser springt, ist hier gerade richtig. An den wichtigsten Stränden sind LifeGuards postiert, was bei hohem Wellengang durchaus auch mal notwendig sein kann. Die Engländer lassen sich vom rauhen Wetter nicht die Laune verderben und ziehen notfalls auch mal den Neoprenanzug drüber, um ein bisschen im Atlantik zu plantschen.
Wenn das Wetter wirklich zu schlecht ist, d.h. wenn Badeverbot herrscht, gibt es einiges zu sehen:
Ein Trip zu den Klippen von Land's End ist ebenso interessant wie ein Besuch der National Seal Sanctuary in der Nähe von Gweek, wo Robben-Waisen aufgepäppelt werden, um später wieder ein Leben in freier Wildbahn zu führen.

 
Im Südosten Cornwalls wurde vor einigen Jahren in einem aufgelassenen Steinbruch das weltgrößte Treibhaus errichtet. Unter dem Namen Eden Project beheimaten mehrere riesige Glaskuppeln die verschiedenen Vegetationszonen der Erde, wobei nicht nur die Pflanzen, sondern auch die Architektur sehenswert ist.




Wales
ganz draussen

Kommt man von England nach Wales mit dem Auto, dann wird einem als erstes auffallen, dass man die Straßenschilder, Wegweiser usw. nicht lesen kann. Da sich Walisisch grundlegend vom Englischen unterscheidet, kann es hin und wieder schon zu Verständigungsproblemen kommen.
Der Pembokeshire Coast National Park umfasst die südwestliche Halbinsel von Wales und ist durch den 186 Meilen langen Pembrokeshire Coast Path erwanderbar, welcher die gesamte Küstenlinie des Nationalparks entlangführt. Wer nicht den ganzen Weg gehen will, kann einzelne Etappen oder einfach nur kurze Spaziergänge entlang des Pfades machen. Weite Sandstrände laden bei schönem Wetter zum schwimmen ein, aber auch hier gilt, dass der Atlantik doch recht kalt ist. Nett anzusehen ist der Hafen von Fishguard an der nördlichen Küste der Halbinsel.


fotos © michaeldellantonio | barbaratrettl