Mexico


ME
XICO
sand und tequila




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der Mitte zwischen zwei Kontinenten, zwischen Atlantik und Pazifik, durchzogen von vulkanischen Gebirgen, bildet Mexico die Verbindung zwischen Nord- und Südamerika. Geprägt von uralten Kulturen, aber auch der Moderne, zeigt das Land für den Reisenden viele Gesichter – manche offensichtlich und für die vielen Besucher aufbereitet, manche verborgener und schwer zugänglich.



MEXICO CITY
und Umgebung

Fährt man mit dem Bus über die Hügelkette, welche die auf über 2400m Meereshöhe gelegene Stadt umgibt, zeigt sich ein Bild, das man so schnell nicht vergisst: Hütten, Häuser, Straßen, soweit das Auge reicht. Mit über 20 Millionen Einwohner eine der größten Städte der Welt.



Das Zentrum


Das historische Zentrum der Stadt wird vom Zócalo beherrscht, dem zentralen Platz. An seinen Seiten reihen sich wichtige Regierungsgebäude sowie die Kathedrale Metropolitana, angeblich die größte Kirche der lateinamerikanischen Welt. Die Straßenzüge, die vom Platz ausgehen, sind beliebte Einkaufsstraßen, in denen sich die Straßenhändler meist auf ein Produkt spezialisieren. Klebstreifen beispielsweise, oder Knöpfe.




Basílica de Guadalupe


Die Basilika ist in Wirklichkeit eine Ansammlung von Kirchen und Kapellen und Treffpunkt von Tausenden von Gläubigen der unterschiedlichsten Kulturen, welche sich Guadalupe als Ziel ihrer Wallfahrt ausgesucht haben. Neben Geistlichen, Pilgern und Touristen zelebrieren hier vor allem jede Menge skurriler Typen ihre eigene Form von christlichem Kult.



Teotihuacán


Die Ruinen von Teotihuacán liegen zwar ein Stück außerhalb des Stadtgebiets, sind aber von der Stadt aus gut als Tagesausflug erreichbar. Die Stadt –von den Tolteken um 600 v.Chr. gegründet wird beherrscht von zwei großen Pyramiden: der Pirámide de la Luna und der Pirámide del Sol, welche mit ca. 70m Höhe auch neben den ägyptischen Kollegen ganz gut dastehen würde. Den eindrucksvollsten Blick über die Anlage hat man jedoch vom Vorbau der Pirámide de la Luna.



Ixtaccíhuatl
- Parque Nacional de Volcanes

Ixtaccíhuatl - La Rodilla (5020m)

Ca. ein bis zwei Fahrstunden südlich von Mexico liegt die Stadt Amecameca, das Tor zum Parque Nacional de Volcanes. Von dort erreicht man über eine gute Straße den Paso de Cortés (ca. 3600m) zwischen den Bergriesen Ixtaccíhuatl (5285m) und Popocatépetl (5452m). Während der Popocatépetl aufgrund seiner andauernden vulkanischen Aktivität für Besucher gesperrt ist, kommen Bergsteiger am Ixtaccíhuatl auf ihre Kosten. Dieser besteht aus einer Kette von Gipfeln, deren höchster El Pecho (Die Brust) genannt wird. Die Tour auf den höchsten Punkt kann unter Umständen Gletscherausrüstung voraussetzen, während Las Rodillas (5020m) meist auch ohne technische Ausrüstung erstiegen werden kann. Je nach Ausgangspunkt sind dafür ein bis zwei Tage erforderlich.
Genaueres unter der Tourenbeschreibung Ixtaccíhuatl – Las Rodillas

Einer Legende der Azteken nach war Popokatépetl ein Krieger, dessen Geliebte Ixtaccíhuatl sich aufgrund seines vermeintlichen Todes umbrachte. Als er lebend aus dem Krieg zurückkam, legte er ihren Körper auf den Berg und wacht seitdem mit einer brennenden Fackel zu ihren Füßen.

Amecameca und Popocatépetl (5452m)

Im Aufstieg zur "Rodilla"



YUCATAN

Das wohl bekannteste und auch beliebteste Reiseziel in Mexico ist die Halbinsel Yucatan, gelegen zwischen dem Golf von Mexico und der Karibik. Hier befinden sich mit Chichén Itzá und Tulum die wohl bekanntesten Zeugnisse der Maya. Beliebt sind auch die Tauchgebiete entlang des Mesoamerican Barrier Reefs und auf der Isla Cozumel. Abgeschiedene Sandstrände und eine „Ende der Welt“-Stimmung findet man in Mahahual im Süden der Halbinsel.



Isla Holbox


Die Insel Holbox liegt im Nordosten der Halbinsel an der Grenze zwischen Golf von Mexico und der Karibik. Hier locken weniger die schönen Sandstrände als vielmehr die Aussicht, Walhaie und Mantarochen zu beobachten und mit ihnen zu schwimmen. Die ganze Insel lebt von der Möglichkeit, dieses einzigartige Schauspiel zu erleben. Eine Tour mit dem Boot hinaus kostet ca. 50€. Wer sich traut, darf mit den bis zu 12m langen Ozeanriesen schwimmen, entsprechende Schnorchel-Ausrüstung wird in der Regel zur Verfügung gestellt. 
Walhai mit Begleitfisch

Sonnenaufgang am Hafen von Holbox


Isla Cozumel


Die Isla Cozumel liegt der Karibikküste vorgelagert zwischen Cancun und Tulum. Man erreicht die Insel mit der Fähre in einer Stunde von Playa del Carmen. Die Insel ist umgeben von wunderschönen Korallenriffen und gilt als einer der schönsten Tauchplätze Mexicos. Die Unterwasserwelt weist eine immense Artenvielfalt auf. Manche Riffs sind auch ohne Boot direkt von der Küste aus erreichbar und eignen sich sehr gut zum Schnorcheln. Es gibt mehrere Tauchschulen, in denen man den „Open Water Diver“ (ca. 250€) oder einen der vertiefenden Tauchkurse ablegen kann. Zu empfehlen ist das Studio Blue.




Tulum


Bekannt sind in Tulum vor allem die gleichnamige Ruine einer Mayastadt, welche malerisch auf einer Klippe über der Karibik liegt. Wahrscheinlich ist Tulum die einzige historische Städte mit Strandbad. Bei drückender Hitze tummeln sich schon mal hunderte Kulturtouristen in den Wellen. Neben den Ruinen sollte man den Cenoten einen Besuch abstatten, einem riesigen Höhlensystem, das teilweise mit angenehm kühlem, kristallklarem Wasser gefüllt ist. Wer hier untertaucht, tritt in eine faszinierende Welt ein; Kathedralen aus Tropfsteinsäulen, umgeben von einem unwirklich scheinenden blau. Ganz abgesehen davon findet man in Tulum auch einige der schönsten Strände Mexicos.



Mahahual

Wie am Ende der Welt fühlt man sich, wenn man nach Mahahual fährt. Die ansonsten großzügig ausgestatten Busterminals von Mexico schrumpfen hier auf ein einsames Strohdach zusammen, unter dem ein paar Stühle vor sich hin lümmeln. Das war‘s auch schon. Aber in dem Moment, in dem man auf die Strandpromenade tritt, weiß man auch dass sich die lange Busfahrt von Tulum hierher bezahlt gemacht hat. Strand, Palmen und - keine Menschenseele. Lediglich jeden zweiten Mittwoch, wenn das Kreuzfahrtschiff anlegt, verwandelt sich der Ort für ein paar Stunden zum Marktplatz. Ansonsten ist man hier ziemlich alleine. Abgesehen von der idyllischen Landschaft, ist es hier einmal mehr die Unterwasserwelt, die fasziniert. Das Barrier Reef liegt einige hundert Meter vor der Küste, Tauchgänge werden in der Regel vom Boot aus unternommen. Mit etwas Glück kann man hier sogar Meeresschildkröten beobachten.

einsames Plätzchen

Tauchen am Mesoamerican Barrier Reef

Nachtleben in Mahahual



CHIAPAS
im Regenwald Mexicos

Chiapas ist der südlichste Bundesstaat Mexicos und ist den meisten Menschen aufgrund seiner jüngeren Geschichte und insbesondere dem Aufstand der Zapatistas in den 90er Jahren bekannt, der in der Besetzung San Cristobal de las Casas gipfelte. Obwohl der Konflikt noch nicht beigelegt ist, merkt man als Reisender in Chiapas relativ wenig davon, in jeder anderen Stadt Mexicos sieht man mehr Polizei und Militär. Aber auch für die vielen Zeugnisse längst vergangener Kulturen ist Chiapas bekannt . Rund um Palenque findet man sicher die eindrucksvollsten Stätten. Abgesehen davon gibt es noch einiges in der Natur zu erkunden, hier ist vor allem der Cañon del Sumidero einen Zwischenstopp wert.



Palenque


Die Stadt Palenque liegt noch in der Ebene, welche mehrere Flüsse auf ihrem Weg in den Golf con Mexico formten. Wer hier ein paar Tage bleibt, sollte sich seine Unterkunft in der Nähe der gleichnamigen Ruinen suchen. Hier befindet man sich mitten im Regenwald. Es gibt mehrere Campingplätze, in denen man auch Cabañas mieten kann. Die Ruinen von Palenque sind aufgrund ihrer Lage an der Grenze zwischen Tiefland und Gebirge besonders sehenswert. Dementsprechend muss man hier auch mit großem Andrang rechnen.



Yaxchilán


Südlich von Palenque, am Rio Usumacinta, nur mit dem Boot erreichbar, befinden sich die Ruinen von Yaxchilán, aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage weit weniger besucht als der bekannte Nachbar Palenque. Die Ruinen liegen im tiefsten Regenwald und sind nur teilweise freigelegt, vieles ist von Gebüsch und Bäumen überwuchert. Abenteuerlustige können hier auf verwachsenen Pfaden durch den Regenwald bis zu den höchsten Fundstätten steigen und eine einzigartige Stimmung genießen, lediglich unterbrochen von dem unheimlichen Geschrei der Brüllaffen. Mit etwas Glück und Geduld kann man sogar eines der Tiere in den Baumkronen entdecken. Am besten und vor allem am billigsten erreicht man Yaxchilán, indem man von Palenque aus an einer organisierten (Tages-)Tour teilnimmt. Meist sind im Preis die Fahrtspesen für Bus und Boot, sowie ein Mittagessen inkludiert, aber keine Führung durch die Ruinen. Somit kann man diese auf eigene Faust erkunden.



San Cristóbal de las Casas


Im Hinterland von Palenque, auf ca. 2000m Meereshöhe liegt San Cristóbal de las Casas. Auf dem Weg von Palenque dorthin passiert man mehrere bekannte Wasserfälle, die es sich lohnt anzusehen: Agua Azul wird belagert von Restaurants, Souvenirständen und fliegenden Händlern. Obwohl sich das Wasser nach stärkeren Regenfällen braun färbt, ist der Anblick des aus dem Regenwald hervorschießenden Stroms trotz alledem beeindruckend. Der Wasserfall Misol-Há führt zwar weniger Wasser, dafür stürzt er 25m tief in ein dicht bewachsenes Becken, welches bei gutem Wetter auch schon mal zur Abkühlung dient.
San Cristobal selbst überrascht mit einem kühlen, angenehmen Klima und zeigt mit seinem Kolonial-Stil ein ganz anderes Mexico. Wer seinen Kaufzwang nicht zügeln kann, der ist hier richtig: Am Mercado Artesánias gibt es alle Dinge, die frau (man) gewöhnlich aus Mexico bzw. Chiapas mitbringt. Ansonsten gibt’s ein paar recht nette Kirchen und Museen: Im Café Museo Café kann man den -ausgezeichneten- Kaffee nicht nur trinken, sondern auch kaufen.

"Devotionalien" für Polittouristen



Cañon del Sumidero


Fährt man von San Cristóbal nach Westen Richtung Tuxtla Gutiérrez, so überquert man den Río Grijalva, der sich südlich der Brücke seinen Weg durch einen gewaltigen Canyon frisst. Mit Schwimmweste ausgerüstet kann man auf einem der vielen Ausflugsboote eine Fahrt durch den Canyon unternehmen (ca. 6€). Nett anzusehen ist der Àrbol de Navidad, eine gut 100m hohe bizarre Kalksteinformation, die eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Weihnachtsbaum hat (wie man unschwer aus dem Namen schließen kann). Der Canyon selbst ist von bis zu 1000m hohen Wänden umgeben und im Wasser tummeln sich Krokodile. Detail am Rande: In den strömungsarmen Zonen verschwindet das Wasser unter einer dicken Schicht Müll, der gemütlich vor sich hin dümpelt.




AN DER PAZIFIKKÜSTE
raue see


Puerto Escondido
and the Mexican Pipeline


Schon von weitem sieht man die Gischt der Meeresbrandung, die wie eine Dunstglocke über der Playa Zicatela hängt. Das ganze Jahr über rollen bis zu 10m hohe Wellen an die Küste die ein oder andere spült auch schon mal einen Surfer an den Strand. Übrigens gilt die Playa Zicatela mittlerweile als einer Der besten Surf-Hot-Spots weltweit.
Bei einem guten Frühstück in einer der Strandbars kann man gemütlich die Surfer im Wasser und die Fotografen am Strand beobachten, die es mit den Surfern nach Puerto Escondido zieht. Zum Schwimmen eignet sich der kleinere Strand direkt in der Stadt (Playa Principal) oder die Playa Carrizalillo, wo auch die meisten Surf-Kurse stattfinden. Wer in Puerto Escondido an einem Surf-Kurs teilnehmen will, der ist bei Puerto Surf von David Salinas wohl am besten aufgehoben.


David, unser Surflehrer und sein VW-Käfer

Playa Carizzalillo

schwere Wetter über Puerto Escondido

The mexican Pipeline



Hinweise


ReiseführerThe Rough Giude to Mexico“ hat uns gute Dienste geleistet www.roughguides.com

Transport Mexico gilt als eines der Länder mit den besten Busverbindungen. Das Netz ist vorbildhaft ausgebaut und im Internet findet man alle nötigen Informationen. Für längere Strecken eignen sich Übernachtbusse, die meist recht luxuriös sind. www.ticketbus.com.mx