Bergseeschijen | Südgrat (2820m)

Klettern mit Aussicht

Karte Swisstopo

Anfahrt Zürich - Göschenen - Göscheneralp

Ausgangspunkt Parkplatz bei der Staumauer beim Berggasthaus Dammagletscher (1792m).

Zustieg Vom Parkplatz folgen wir dem Weg hinauf zur  aussichtsreich gelegenen Bergseehütte, die wir nach etwas mehr als einer Stunde erreichen. Direkt vor dem Hütteneingang zweigt der Weg Richtung Bergseeschijen/Klettersteig Krokodil ab. Wir gehen auf diesem bis vor dem Vorbau des Bergseeschijen und umgehen diesen links an einer Wasserfassung vorbei auf dem Abstiegsweg des Klettersteigs bis in die Scharte, bei der der Einstieg in den Südgrat markiert ist. 750hm 13/4Std.

Beschreibung [1.SL] Vom Einstieg über die Platte den Rissen entlang zunächst gerade, dann leicht nach links die 50m voll ausgehend (4b). [2.SL] Wir steigen leicht schwieriger weiter gerade hoch (4c). [3.SL] Num auf der Kante weiter hinauf und durch eine Verschneidung (4c). [4.SL] über eine Platte gelangen wir zum nächsten, grosszügigen Stand (4a). [5.SL] weiter gerade hoch, der Grat lehnt sich zurück und wird leichter (3c). [6.+7.SL] immer auf der Gratscheide bis zum letztn Stand unterhalb eines markanten Gratturms (3a-3c). [8.SL] Direkt über den Pfeiler hoch und zum Fuss des nächsten Pfeilers (5a). [9.SL] Nun über den nächsten Pfeiler bis zu einem schwach ausgeprägten Band, rechts um die Kante und leicht absteigend in einem Sattel, auf der anderen Seite leicht links eine Verschneidung hoch auf ein Plateau (5a). [10.SL] Die Platte hoch auf einen ersten Absatz, dann rechts dem Riss folgend hinauf zum letzten Stand. Von dort in wenigen Minuten zum Gipfel des Bergseeschijen (2820m)

Abstieg auf dem blau-weiss markierten Wanderweg nach Osten in die Scharte (2599m), teilweise seilversichert und dann hinunter zur Hütte und auf dem Aufstiegsweg zurück. 

Exposition Süd

Schwierigkeit 5a - 5b

Kletterzeit 31/2Std.

Ausrüstung 10 Expr. 2x50m Seil, Bandschlingen Helm, eventuell Friends

Hinweis zu den Versicherungen Die Tour ist mehrheitlich mit Bohrhaken eingerichtet.

Der Bergseeschijen mit dem Südgrat in der Ansicht
Der Dammastock spiegelt sich im kleinen Weiher
Der Bergseeschijen ist gut besucht
1. Seillänge
Luftige Querung in der 9. Seillänge
in der letzten Seillänge
Salbitschijen

Fotos 30|8|2026 © anitaleitmeyr | petermense | michaeldellantonio

Hannibalturm | Conquest of Paradise (2881m)

Fastfood-Klettern aus der Sternenküche

Karte Swisstopo

Anfahrt Zürich - Göschenen - Andermatt - Realp - Furkablick

Ausgangspunkt Parkplatz an der Furkablick (2427m)

Zustieg Vom Parkplatz folgen wir dem beschildertem Weg nach Nordosten Richtung Sidelenhütte, überqueren den Sidelenbach und steigen hoch bis zum Punkt 2643m. Nun queren wir nordwärts in die Senke und erreichen so die Reste des Sidelengletscher. Wir überqeueren ihn und steigen zunächst schräg rechts unter die Ostseite des Hannibalturms und dann auf Steigspuren zum Einstiegsband an der Südseite. Der Einstieg in die Route ist mit einer Sonne markiert. 11/4Std. 300hm

Beschreibung [1.SL] einem Rissystem folgend zunächst gerade hoch, nach ca. 10m leicht nach rechts, über eine Platte hoch zu einer grossen Quarzader, über die wir nach rechts zum Stand gelangen (5c). [2.SL] leicht recht halten, dann über zwei Dächer relativ senkrecht hoch zum Stand (5c). [3.SL] etwas einfacher nach links hoch, dann über eine abdrängende Rampe zu einem Riss, der uns wieder rechts hinaufführt und zum linken Stand an einer vorstehenden Wand (5b). [4.SL] Nun geht es nach links um die Kante und über eine Platte zu einen Riss. Diesen hoch durch ein kleines Dach und dann senkrecht zum Stand (5c+). [5.SL] nach links und an der Kante hoch zum ersten Haken, dann um die Kante und über die Platte zunächst steil, dann flacher und grifflos, bis der Fels wieder Struktur aufweist und die Kletterei einfacher wird. Nun relativ gerade hoch zum Stand (6a+, 5c+ obl.). [6.SL] leicht schräg rechts hoch oder mit mobiler Absicherung direkt durch den Riss gerade hinauf zur Bushaltestelle (4c).

Abstieg Abseilpiste vom Gipfel in 4 Abseilern zunächst südostseitig, in der unteren Hälfte südseitig direkt zum Einstieg. Länge und Richtung sind angegeben.

Exposition Süd

Schwierigkeit 6a+ (5c obl.)

Kletterzeit 21/2 - 3Std. 170hm

Ausrüstung 10 Expr. 2x 50m Seil, Bandschlingen Helm, eventuell Friends

Hinweis zu den Versicherungen Die Tour ist eingerichtet. In den einfachen Abschnitten teilweise lange Hakenabschnitte


Fotos 15|8|2026 © anitaleitmeyr | michaeldellantonio

Dent du Géant | Südwestwand (4013m)

Der Zahn des Mont Blanc

Karte IGN Nr. 3630 OT Chamonix - Massif du Mont Blanc 1:25000

Anreise Zürich - Martigny - Grosser Sankt Bernhard - Aosta - Courmayeur - Entreves (oder von Martigny via Chamonix und dem Mont-Blanc Tunnel)

Ausgangspunkt Entreves, Talstation der Skyway Monte Bianco-Bahn

Hüttenzustieg Mit der Bahn hinauf zur Punta Helbronner (3466m) und dort mit dem Aufzug hinunter und durch den Tunnel zum Rifugio Torino (3371m). 5min ab Bergstation.

Der Dent du Géant
Der Gletscher hat im Bereich der Querung wenige Spalten

Zustieg Von der Terrasse des Rifugio Torino (3371m) steigen wir die noch wenigen Meter hinunter zum Glacier du Géant, seilen uns an, wandern um die Aiguilles Marbées nach Nordosten und steigen am Ende steiler werdend das Firnfeld hinauf zu den Felsen unterhalb des Dent du Géant. Links führt eine Firnrinne nach oben, bei Ausaperung steigen wir links von der Rinne durch die teils brüchige und bröslige Flanke auf Steigspuren, teilweise mit Steinmännchen markiert hinauf bis auf eine kleine Schulter am oberen Ende der Rinne. Nun einfacher den Rücken hinauf bis zu einem Felsriegel. Diesen überklettern wir dank einem Fixseil schnell, um dann wieder nach recht Richtung Grat zu steigen, um weniger der Gefahr von Steinschlag ausgesetzt zu sein. Mehr oder weniger unterhalb dem Grat folgend, teilweise etwas nach links ausweichend hinauf bis zu einem grossen Felsturm, den wir rechts umgehen. Von hier in wenigen Minuten zum Frühstücksplatz unterhalb des Dent du Géant (ca. 3850m). 2 - 21/2Std. 650hm

Rifugio Torino. Vermutlich das einzige Schutzhaus das durch einen Lift erreichbar ist
Links die Aiguille du Midi

Normalweg, Südwestwand [1.SL] zunächst leicht absteigend nach links auf einem Band hinaus (ev. Fixseile), um die Kante und dahinter wenige Meter am der Kante hoch bis zum Stand (15m, 4b). [2.SL] Vom Stand queren wir nach links und steigen dann eine wenig ausgeprägte Rinne hinauf zu einem unverschämt grossen, zweistufigen Absatz, auf dem locker zehn oder sogar fünfzehn Personen platz haben (40m, 4a). [3.SL] Nun folgen die Burgenerplatten: entlang den Fixseile und vertikalen Rissen leicht nach links zum Stand, unterhalb der aufsteilenden oberen Platte (40m, 4b). [4.SL] Über die glatte Platte nach links hinauf, dann queren wir die obere Burgenerplatte erstaunlich einfach nach rechts, bevor eine steile Verschneidung gute Klettertechnik oder ausreichend Armkraft am Fixseil erfordert (40m, 4c). [5.SL] Einer weiteren Verschneidung folgend gelangen wir auf den nun abflachenden Grat und mit knapp 50m Seil zum Stand unterhalb des Südwestgipfels (4b). [5.SL] wir steigen über den Südwestgipfel und auf der anderen Seite zuletzt an einem Fixseil hinunter zum Verbindungsgrat und über diesen zum Fuss des Hauptgipfels (30m, 3b). [6.SL] wenige Meter hinauf zum Nordgipfel (10m, 3b) und damit zum höchsten Punkt des Dent du Géant (4013m).

Kletterzeit 150hm 2-3Std. (ohne Wartezeit)

Ausrüstung 2x50m Seile, 8 Expressschlingen, ein Satz Friends, Bandschlingen, Abseilgerät, Helm, Steigeisen und Pickel für den Gletscher

Schwierigkeit 4c (5c/A0)

Hinweis zu den Versicherungen die Route ist in den schwierigen Passagen mit dicken Tauen versehen, die Stände sind gut eingerichtet. Ansonsten wenig altes Material.

Die erste Seillänge startet mit einer Querung
Ein unerhört grosser Podest unterhalb der Burgener Platten macht das Warten angenehmer
Burgener Platten
Aiguille du Rochefort und Grandes Jorasses

Abstieg Vom Gipfel eventuell abseilend hinunter auf den Verbindungsgrat und zurück bis unter den Südwestgipfel. Hier nach links ausgesetzt zum ersten Abseilstand. Zwei Pisten führen in 6 kurzen (<30m) oder 3-4 längeren (<50m) Seillängen zum Wandfuss, wobei die (mit Blick auf die Wand) rechte Piste teils überhängend ist, sodass mindestens ein Stand nicht oder kaum erreichbar ist (1Std.)
Vom Wandfuss folgen wir dem Zustieg zurück zum Rifugio Torino (2Std.)

Achtung: Die rechte Abseilpiste ist überhängend und mindestens ein Stand ist sehr schwer zu erreichen
Grivola und Gran Paradiso

Der Monarch, Mont Blanc im Morgenlicht

fotos 1|8|2026 © anitaleitmeyr | petermense  | michaeldellantonio