Punta Emma | Fedele (2417m)

Hoch über der Vajolethütte

Karte TABACCO Blatt 06 Val di Fassa e Dolomiti Fassane 1:25000

Anfahrt Bozen - Eggental - Karerpass - Vigo di Fassa 

Ausgangspunkt Talstation der Ciampedie-Seilbahn (1413m)

Zustieg Wir gondeln mit der Seilbahn gemütlich hoch zum Rifugio Ciampedie (1993m). Von dort flanieren wir buchstäblich durch einen schönen Lärchen- und Zirbenwald mit leichtem Höhenverlust hinein zum Rifugio Gardeccia (1952m). Wir wechseln auf den Fahrweg und gelangen über diesen teilweise Steil hinauf zum Rifugio Vajolet (2245m), ein idealer Stützpunkt für Touren in der Umgebung. Gleich hinter der Hütte links einen unmarkeirten Schottersteig hinauf und an geeigneter Stelle auf Steigspuren nach links zum Fuss der Punta Emma und diesen entlang bis zu einem Grassband unterhalb der markanten Verschneidung. 11/2Std. 700hm

Fedele [1.SL] hinter einem kleinen Felszacken -noch links der markanten Verschneidung- einen etwas verwachsenen Riss hinauf, leicht nach rechts zur Verschneidung und hoch zum Stand (4+). [2.SL] Der Verschneidung folgend gut 25m hoch, zuletzt leicht links zu einem Riss ausweichend (5). [3.SL] wir verlassen die Verschneidung -jetzt einfacher- am oberen Ende nach rechts und steigen über eine kleine Wand an den Fuss einer glatten Mauer, wo sich ein Ringhaken und Sanduhrschlinge befindet (3-4). [4.SL] Senkrecht ca. 5m hoch, dann an guten Griffen nach links in strukturierteres Gelände und einfacher zum Stand darüber (4). [5.SL] zunächst einfach (3) an den Fuss einer offenen Verschneidung durch diese senkrecht hoch, um sie oben auf einem Band nach links zum Stand zu verlassen (5). [6.SL] Weiter nach links bis zur schwarzen Platte. Vor dieser folgen wir einem Riss in einem Rechtsbogen in die andere Richtung hinauf, zum nicht ganz so athletischen Überhang, wo wir wieder nach links zum Stand unter dem Kamin aufsteigen (5). [7+8.SL] durch den Kamin hinauf bis zu einem letzten Durchschlupf, hier vorher nach links hinaus und dann in die flacher werdende Rinne bis zum letzten Stand an der rechten Seite (4). Nun im einfachen Schrofengelände (1-2, max. 3) durch die Rinne hinauf und -am besten über die festen Felsrippen- zum grossen Gipfel der Punta Emma (2617m).

Abstieg Auf der gegenüberliegenden Seite folgen wir den Steinmännchen, die uns einige Meter in die Nordflanke hinabführen, bis ein Band nach links in Richtung des tiefen Einschnitts führt, der die Punta Emma vom Sockel des Rosengarten trennt. Ausgesetzt klettern wir das Band ab bis zu einem Haken mit grossen Abseilösen. Hier 25m abseilen, dann folgen wir der Rinne zu Fuss hinaus. Bei einem Absatz steigen wir nach links hinaus in die Flanke (Steinmännchen) und gelangen so zum Hüttenweg und über diesen hinunter zur Vajolethütte.

Exposition SW

Schwierigkeit V

Kletterzeit ca. 400 Klettermeter 3-4Std.

Ausrüstung 7-8Expr. 1x50m Seil, Bandschlingen, Helm, Friends und eventuell Keile.

Hinweis zu den Versicherungen/Fels Die Stände sind eingebohrt, vereinzelt Normalhaken an den schwierigen Stellen. Ansonsten wenig Köpfe, ein paar Sanduhren und selten Risse.

Die Punta Emma mit ihrer Ostwand

Der Rosenmgartern , rechts die Vajolettürme und davor die Punta Emma
Rifugio Stella Alpina nebem dem Rifugio Gardeccia
Beim Zustieg haben wir die Punta Emma immer vor der Nase
Rifugio Vajolet, hier haben wir vor der Tour übernachtet
Marmolada, Punta Penia
Gartlhütte, dahinter die Cima Scalieret
Nach der Delagokante stärken wir uns beim Abendessen für die Fedele an der Punta Emma
Von der Hütte sind es nur wenige hundert Meter zum Einstieg
Edelweiss begleiten uns in der ersten Seillänge

Fotos 5|9|2026 © anitaleitmeyr | petermense | michaeldellantonio

Delagaturm | Spigolo Piaz, Delagokante (2790m)

Traumlinie im Rosengarten

Karte TABACCO Blatt 06 Val di Fassa e Dolomiti Fassane 1:25000

Anfahrt Bozen - Eggental - Karerpass - Vigo di Fassa 

Ausgangspunkt Talstation der Ciampedie-Seilbahn (1413m)

Zustieg Wir gondeln mit der Seilbahn gemütlich hoch zum Rifugio Ciampedie (1993m). Von dort flanieren wir buchstäblich durch einen schönen Lärchen- und Zirbenwald mit leichtem Höhenverlust hinein zum Rifugio Gardeccia (1952m). Wir wechseln auf den Fahrweg und gelangen über diesen teilweise Steil hinauf zum Rifugio Vajolet (2245m), ein idealer Stützpunkt für Touren in der Umgebung. Ca. 100m weiter hinein ins Tal, dann zweigt links der Weg zur Gartlhütte ab. Dieser führt uns über Schrofen, teilweise seilversichert hinauf zur Hütte und von dort in eine kleine Scharte. Auf der Höhe dieser Einschartung zwischen der König-Laurin-Wand und den Vajolettürmen biegen wir rechts auf Steigspuren ab. Den markanten Felsturm umgehen wir über Geröllbänder rechts und steigen dahinter -eventuell bereits am Seil- hoch zum ersten, komfortablen Stand am Grat (II). 2Std. 700hm

Spigolo Piaz/Delagokante [1.SL] Zunächst immer einige Meter rechts des Grats bis zu einem unscheinbaren senkrechten Riss, in dem ein Friend klemmt (3). über diesen nach links hoch und über den nächsten Absatz zum Stand (4+, 30m) [2.SL] Nun wird es luftig: Direkt an der scharfen Kante (mehrere Schlaghaken, 4) hinauf bis zu einem Absatz und dann leichter zum Stand (3, 25m) [3.SL] über eine Verschneidung (4-) leicht rechts der Kante hinauf zum vierten Stand (25m) [4.SL] Einer Verschneidung folgend leicht nach rechts aufwärts und dann wieder nach links bis zum letzten Stand unter dem Gratturm (4-, 25m) [5.SL] Um den Gratturm herum (3) und über den höchsten Punkt (2790m) zum sehr komfortablen, aber luftigen Abseilstand auf der anderen Seite (2-3, 20m).

Abstieg Wir seilen zunächst 40m zum grossen Klemmblock in die Scharte zwischen Delago- und Winklerturm ab. Nochmals 40m hinunter in die Rinne zwischen den Türmen, dann ein letztes Mal 50m in das Schrofengelände am Einstieg. Die letzten Meter steigen wir wieder ohne Seil ab. 1Std. 

Exposition SW

Schwierigkeit max. IV+

Kletterzeit ca. 120klettermeter 11/2 - 2Std.

Ausrüstung 7Expr. 2x50m Seil, Bandschlingen, Helm, ev. Friends Grundsortiment

Hinweis zu den Versicherungen/Fels Die Stände sind eingebohrt, vereinzelt Normalhaken. Ansonsten wenig Köpfe, ein paar Sanduhren und selten Risse. Der Fels ist fest und erstaunlich wenig abgenutzt, was die teils weiten Sicherungsabstände erträglich macht. Sehr schön zu klettern.

Die Delagatürme und der Rosengarten, im Vordergrund Schloss Maretsch
Rifugio Ciampedie
Ciampedie
Kurz vor dem Rifugio Gardeccia
Mächtig thront der Kesselkogel, der Catinaccio d'Antermoia über dem Rosengartengebiet
Die Vajolettürme von Osten
Rifugio Vajolet - hier werden wir die Nacht verbringen
Die Gartlhütte wäre auch ein guter Ausgangspunkt für Klettertouren rund um den Rosengarten
Dolomitenkletterer in der zweiten Seillänge
Es lohnt sich noch, ein paar Schritte von der Scharte hochzusteigen
Routenstudium vor dem Einstieg
Die letzten Meter des Zustiegs durch das Schrofengelände unterhalb der Vajolettürme
Im Hintergrund sehen wir die Laurinswand
Chalkprinzessin
Und unten klatscht das Publikum
Die Absteilroute ist bestens eingerichtet und gut zu finden
Die neue, umstrittene Santnerpasshütte. Auch wenn der Service und das Essen hervorragen ist, gibt es einen schalen Beigeschmack

Fotos 4|9|2026 © anitaleitmeyr | petermense | michaeldellantonio