Vertainspitze (3545m)

ortler

Karte TABACCO Blatt 08 Ortlergebiet 1:25000

Ausgangspunkt Sulden, Parkplatz kurz vor der Seilbahnstation im Talschluss (1916m)

Aufstieg Auf dem Weg Nr. 11 zunächst mäßig ansteigend ins Rosimtal, bis das Tal eine Linkskurve beschreibt. immer noch auf dem selben Weg hoch auf eine kleine Alm, weiter über Geröll bis zum imposanten Abbruch des Rosimferners. An der linken Seite des Gletschers entlang der Randspalte (Vorsicht!) hoch. Von hier aus ist das weiße Gipfelkreuz schon deutlich zu erkennen. Nach der zweiten Felsrippe (die von links zum Gletscher herunterziehen) links hoch, teilweise weglos Richtung Nordwesten. Über ein größeres Eisfeld bis unter den letzten Aufschwung und über grobe Blöcke hoch bis zum Gipfel (3545m)

Aufstiegszeit 4-4.5h ca. 1650hm



traumziel 2008 im morgenlicht: die königsspitze (3851m), rechts der zebrú

da hatte wohl jemand ein glas zuviel...

Im Herbst, wenn schon der erste Schnee gefallen ist, wird es ruhig in dem ansonsten überlaufenen Bergdorf Sulden. Am Cafe hängt ein Schild "Heute geschlossen". Wir schauen durchs Fenster, ein paar Einheimische sitzen drin. Die Tür ist nicht verschlossen, also treten wir ein. Wer sich um diese Jahreszeit nach Sulden verirrt, wird nicht verschickt, wir bekommen auch unseren Macchiato. Zehn Minuten später machen wir uns auf den Weg.
Es ist ein befreiendes, gleichzeitig beklemmendes Gefühl, das eine Hochtour im November vermittelt. Man spürt eine Einsamkeit, die man im Hochsommer vergeblich sucht. Wir sind an dem Tag die einzigen, die hier unterwegs sind und unsere Spuren sind die ersten im Schnee.


das dreigestirn: königsspitze zebrú und ortler

gipfel in sicht

blick zurück, im hintergrund die hintere eggenspitze und die veneziaspitzen

hoher angelus, im hintergrund die öztaler-alpen